Ein Hackathon endet nicht mit der Demo. Er endet am Montagmorgen danach – mit der Frage, ob jemand den Prototyp weiterverfolgt. Die meisten enden dort leider still. Das ist kein Schicksal, sondern eine Frage von Entscheidungen, die man vor dem Event treffen kann, statt sie danach zu vermissen.
Die drei Fragen, die vor der Demo beantwortet sein müssen
Diese drei Fragen klären Teams, die aus einem Hackathon ein Produkt machen, vorher. Wer sie erst am Montag danach stellt, hat die Woche schon verloren.
- 01Wer ist Eigentümer – namentlich, nicht als Abteilung? Ohne Eigentümer stirbt jeder Prototyp an Zuständigkeit.
- 02Welches Budget steht bereit, und für wie lange? „Wir schauen mal“ ist kein Budget, sondern die Vorstufe zum Archiv.
- 03Wann ist die nächste Entscheidung, und wer sitzt am Tisch? Ohne Termin ist alles Absicht, nichts Plan.
| Signal vom Prototyp | Pfad | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Läuft, wird genutzt, geringes Risiko | Produktivierung | Owner, Budget, vier Wochen Stabilisierung |
| Spannend, aber unklar im Bedarf | Pilot | Zwei Wochen echter Betrieb mit Messung |
| Technisch klug, ohne Nutzer | Archiv | Dokumentieren, Erkenntnis festhalten, schließen |
| Läuft nicht zuverlässig | Neu bewerten | Nicht retten – Ursache benennen |
Die gefährlichsten Prototypen sind die, die funktionieren, aber niemandem gehören. Sie verschwinden nie – sie verrotten langsam.
Die Woche danach – ein Takt
Der Montag danach ist kein normaler Arbeitstag, sondern der einzige Moment, in dem der Momentum noch frisch ist. Nutzen Sie ihn für eine Entscheidung, nicht für eine Nachbereitung.
- Montag: Eigentümer bestätigen, Pfad aus der Tabelle wählen, nächsten Termin in den Kalender.
- Woche 1: Prototyp in eine Umgebung bringen, die nicht der Laptop des Bauenden ist.
- Woche 2: Mit echten, aber harmlosen Daten betreiben – nicht mit Beispieldaten.
- Woche 3: Erste Messung gegen den manuellen Ablauf.
- Woche 4: Entscheidung: bleiben, erweitern oder schließen.
Was ein Hackathon bewirkt, wenn die Pipeline stimmt
Mit diesem Fahrplan sind aus unseren Hackathons Dauerhaftes entstanden: ein Agent, der seit einem Jahr Angebote vorstrukturiert; eine Auswertung, die vorher einen Tag kostete und jetzt eine Stunde; ein Onboarding-Workflow, der in der Personalabteilung läuft. Keines davon war die Demonstration am Eventtag – alle entstanden in den Wochen danach, weil jemand verantwortlich war und ein Termin existierte.
Der Hackathon baut die Überzeugung. Die Pipeline baut den Nutzen. Wer nur das eine plant, hat einen guten Tag. Wer beide plant, hat eine Veränderung.