Enablement – 29. Juli 2026

Warum klassische KI-Schulungen verpuffen

Tim Jamboula8 Min. Lesezeit
Ein Trainer steht auf einer kleinen Bühne neben dem Onventis-Rednerpult und präsentiert vor einer orangefarbenen Couch.
Onventis Hackathon-Workshop, 2026

Fast jedes größere Unternehmen hat inzwischen KI-Schulungen durchgeführt. Fast keines kann sagen, was dabei herausgekommen ist. Das ist kein Zufall, sondern eine Eigenschaft des Formats.

Das Grundproblem: Wissen ohne Anlass

In einer klassischen Schulung lernen Menschen etwas, das sie zum Zeitpunkt des Lernens nicht brauchen. Das Gehirn behandelt solche Information genau so, wie es sollte: Es verwirft sie. Was fehlt, ist der Anlass – eine echte Aufgabe, die ohne das neue Wissen nicht lösbar ist.

Die Frage ist nicht, ob die Schulung gut war. Die Frage ist, was Montagmorgen anders gemacht wird.
KriteriumKlassische SchulungHackathon
LernmodusZuhören, NotizenBauen unter Zeitdruck
Ergebnis am EndeFoliensatz, TeilnehmerlisteLauffähiger Prototyp
Bezug zum AlltagBeispiele aus der BrancheDer eigene Prozess
Sichtbarkeit im HausTeilnehmerlisteDemo vor Führungskreis
MessbarkeitZufriedenheitsbogenZeitersparnis pro Use Case
HalbwertszeitWochenDer Prototyp bleibt
Zwei Formate, dieselbe Zielgruppe

Drei Muster, die Sie vermutlich kennen

1. Die Tool-Tour

Jemand zeigt zwei Stunden lang Funktionen. Die Teilnehmenden sehen beeindruckende Demos und gehen mit dem Gefühl heraus, dass „man da mal was machen müsste“. Es entsteht Bewunderung, keine Kompetenz.

2. Die Prompt-Sammlung

Ein Katalog mit 50 Vorlagen wird verteilt. Nach zwei Wochen nutzt niemand mehr davon als die drei Prompts, die man ohnehin selbst gefunden hätte. Vorlagen ersetzen kein Verständnis dafür, warum ein Prompt funktioniert.

3. Das Pilotprojekt ohne Eigentümer

Nach der Schulung wird ein Use Case ausgewählt, in ein Backlog geschrieben und nie priorisiert. Der häufigste Todeszeitpunkt eines KI-Vorhabens liegt zwischen Begeisterung und Kalenderwoche drei.

Was messbar besser funktioniert

  • Echte Aufgabe statt Beispielaufgabe: Die Teams arbeiten an ihrem eigenen Engpass.
  • Zeitdruck als Didaktik: Ein Tag zwingt zur Vereinfachung und verhindert Grundsatzdebatten.
  • Gemischte Teams: Fachwissen und Technikaffinität an einem Tisch, nicht in getrennten Trainings.
  • Öffentliche Demo: Wer am Nachmittag präsentieren muss, hört am Vormittag anders zu.
  • Ein benannter Owner pro Ergebnis, bevor der Raum verlassen wird.

Die unbequeme Konsequenz

Dieses Format ist aufwendiger in der Vorbereitung und unbequemer für alle Beteiligten. Es lässt sich nicht abnicken, weil am Ende sichtbar ist, ob etwas entstanden ist. Genau deshalb funktioniert es. Lernen, das folgenlos bleiben kann, bleibt folgenlos.

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Was andere Kunden sagen

Stimmen aus echten Corporathons.

Wörtliche Auszüge aus öffentlichen LinkedIn-Beiträgen von Teilnehmenden (im englischen Original).

„24 hours in our office. Pizza everywhere. 5 teams racing to build something real with AI."

Marie Klamer

YOYABA · LinkedIn-Beitrag

„Turns out that's all it takes to go from "I should really learn AI" to actually shipping a working product. No coding experience needed."

Marie Klamer

YOYABA · LinkedIn-Beitrag

„By the end of day one, people who had never touched a terminal were working in Claude Code and building solutions of their own."

Okechukwu Ukaigwe

NavVis · LinkedIn-Beitrag

„You don't need months of preparation. Just a team, a bit of chaos, and the willingness to start."

Lisa Kral

YOYABA · LinkedIn-Beitrag

„24 hours in our office. Pizza everywhere. 5 teams racing to build something real with AI."

Marie Klamer

YOYABA · LinkedIn-Beitrag

„Turns out that's all it takes to go from "I should really learn AI" to actually shipping a working product. No coding experience needed."

Marie Klamer

YOYABA · LinkedIn-Beitrag

„By the end of day one, people who had never touched a terminal were working in Claude Code and building solutions of their own."

Okechukwu Ukaigwe

NavVis · LinkedIn-Beitrag

„You don't need months of preparation. Just a team, a bit of chaos, and the willingness to start."

Lisa Kral

YOYABA · LinkedIn-Beitrag

Stimmen zum Hackathon

Hackathon-Beiträge auf LinkedIn

Öffentliche Beiträge von Tim Rath (Founder YOYABA) und Teilnehmenden von YOYABA und NavVis nach den KI-Hackathons, im Original.

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Tim Rath, Founder YOYABAOriginal auf LinkedIn

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