Compliance – 17. Juni 2026

EU AI Act, Artikel 4: AI Literacy in der Praxis

Tim Jamboula7 Min. Lesezeit

Seit Februar 2025 gilt Artikel 4 des EU AI Act (AI Literacy); die Regelung wurde 2026 angepasst, deshalb formulieren wir vorsichtig. Seitdem kursieren zwei Fehlannahmen: Die einen halten sie für eine Formalie, die anderen für ein Prüfverfahren mit Abschlussurkunde. Beides ist falsch, und beide Irrtümer sind teuer.

Was der Artikel tatsächlich verlangt

Anbieter und Betreiber von KI-Systemen müssen dafür sorgen, dass ihr Personal – und Personen, die in ihrem Auftrag mit diesen Systemen arbeiten – über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügen. Ausreichend heißt: passend zu Vorkenntnissen, Einsatzkontext und den betroffenen Personen.

Das ist bewusst prinzipienbasiert formuliert. Es gibt keinen vorgeschriebenen Lehrplan und keine akkreditierte Prüfung. Es gibt aber eine Erwartung an Angemessenheit und Nachvollziehbarkeit – und die erfüllt man nicht mit einem Video und einem Häkchen.

AnnahmeRealität
„Betrifft nur die IT.“Betrifft alle, die KI-Systeme einsetzen.
„Wir brauchen eine offizielle Urkunde.“Keine vorgeschriebene Urkunde, aber Nachweispflicht der Maßnahme.
„Einmal schulen reicht.“Kompetenz muss zum jeweiligen Einsatz passen – also mitwachsen.
„Gilt erst mit den Hochrisiko-Regeln.“Artikel 4 gilt seit Februar 2025 (2026 angepasst).
„Externe Dienstleister sind ausgenommen.“Auch Personen, die in Ihrem Auftrag arbeiten, sind erfasst.
Häufige Annahmen im Abgleich

Was ein belastbarer Nachweis enthält

  • Wer wurde geschult: Namen, Rollen, Datum, Umfang.
  • Womit arbeiten diese Personen konkret: Systemliste statt Sammelbegriff „KI“.
  • Welche Inhalte: Fähigkeiten und Grenzen, Datenumgang, Halluzinationen, menschliche Aufsicht, Meldewege.
  • Wie wird Anwendung sichergestellt: Leitplanken, Ansprechpartner, Wiederholung.
  • Was ist dabei entstanden: Ergebnisse, die zeigen, dass Wissen angewandt wurde.
Der beste Nachweis von Kompetenz ist nicht die Teilnahmeliste, sondern das, was die Teilnehmenden danach gebaut und dokumentiert haben.

Risikoklassen – die Kurzfassung

KlasseBeispielKernpflicht
VerbotenSocial Scoring, Emotionserkennung am ArbeitsplatzNicht einsetzen
HochrisikoBewerberauswahl, KreditwürdigkeitGovernance, Dokumentation, Aufsicht
Begrenztes RisikoChatbot mit KundenkontaktTransparenz gegenüber Nutzenden
Minimales RisikoTextentwürfe internGute Praxis, kaum Pflichten

Warum ein Hackathon hier gut passt

Weil Compliance-Wissen genau dann hängen bleibt, wenn es an einem echten Use Case entsteht. Wer selbst erlebt, dass sein Prototyp personenbezogene Daten berühren würde, versteht Datenklassifizierung in fünf Minuten – und zwar dauerhaft. Am Ende steht beides: dokumentierte Kompetenz und ein Ergebnis, das Nutzen stiftet.

Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Sie ersetzt aber die Ausrede, man wisse nicht, wo man anfangen soll.

Starten

Vom Lesen zum
Bauen?

Discovery Call buchen

Der Kalender wird über Cal.com geladen. Dafür ist deine Zustimmung zu externen Inhalten nötig.

Was andere Kunden sagen

Stimmen aus echten Corporathons.

Wörtliche Auszüge aus öffentlichen LinkedIn-Beiträgen von Teilnehmenden (im englischen Original).

„24 hours in our office. Pizza everywhere. 5 teams racing to build something real with AI."

Marie Klamer

YOYABA · LinkedIn-Beitrag

„Turns out that's all it takes to go from "I should really learn AI" to actually shipping a working product. No coding experience needed."

Marie Klamer

YOYABA · LinkedIn-Beitrag

„By the end of day one, people who had never touched a terminal were working in Claude Code and building solutions of their own."

Okechukwu Ukaigwe

NavVis · LinkedIn-Beitrag

„You don't need months of preparation. Just a team, a bit of chaos, and the willingness to start."

Lisa Kral

YOYABA · LinkedIn-Beitrag

„24 hours in our office. Pizza everywhere. 5 teams racing to build something real with AI."

Marie Klamer

YOYABA · LinkedIn-Beitrag

„Turns out that's all it takes to go from "I should really learn AI" to actually shipping a working product. No coding experience needed."

Marie Klamer

YOYABA · LinkedIn-Beitrag

„By the end of day one, people who had never touched a terminal were working in Claude Code and building solutions of their own."

Okechukwu Ukaigwe

NavVis · LinkedIn-Beitrag

„You don't need months of preparation. Just a team, a bit of chaos, and the willingness to start."

Lisa Kral

YOYABA · LinkedIn-Beitrag

Stimmen zum Hackathon

Hackathon-Beiträge auf LinkedIn

Öffentliche Beiträge von Tim Rath (Founder YOYABA) und Teilnehmenden von YOYABA und NavVis nach den KI-Hackathons, im Original.

LinkedIn

Beitrag von Tim Rath. Zum Anzeigen wird er von LinkedIn geladen, dafür brauchen wir deine Zustimmung zu externen Inhalten.

Tim Rath, Founder YOYABAOriginal auf LinkedIn

LinkedIn

Beitrag von Marie Klamer. Zum Anzeigen wird er von LinkedIn geladen, dafür brauchen wir deine Zustimmung zu externen Inhalten.

Marie Klamer, YOYABAOriginal auf LinkedIn

LinkedIn

Beitrag von Tim Rath. Zum Anzeigen wird er von LinkedIn geladen, dafür brauchen wir deine Zustimmung zu externen Inhalten.

Tim Rath, Founder YOYABAOriginal auf LinkedIn